Methodisch-didaktische Hinweise zum Umgang mit den Kalendern

Einen Rahmen setzen

Für die Zeit, in der Sie mit dem Klassengeistkalender arbeiten, gelten etwas besondere Spielregeln. Meist brauchen Sie Platz für einen Kreis – vielleicht ist ein kleiner Umbau nötig. Im Kreis stellt sich eine etwas lockere Stimmung ein, in der z.B. Zwischenbemerkungen im Mass erlaubt sind. Überlegen Sie sich, wie Sie dies Ihren Schülerinnen und Schülern erklären: Bei dieser Arbeit gelten andere Regeln als z. B. in der Mathematik. Die Klasse wird nach dieser offenen Arbeit wieder ruhiger und aufnahmefähiger sein.

Wo mitmachen?

Spielen Sie bei einigen Anlagen (bspw. „Gefühle zeigen“) selber mit, auch die Lehrperson darf ausprobieren, wie es ist, in der Klasse Freude oder Wut zu zeigen, jedoch nicht bei Szenen.

Impulse setzen

Setzen Sie bei Anlagen, die im Plenum stattfinden, die Impulse portionenweise, so bleiben Sie Im Dialog mit dem aktuellen Verhalten der Schülerinnen und Schüler und können dieses steuern.

Reflektieren

Thematisieren Sie nach Wunsch den Ablauf gewisser Spiele: Was sind soziale Kriterien, wer integriert z.B. seine Teamkolleginnen?

Bleiben Sie dabei möglichst sachlich und interpretieren/bewerten Sie nicht.

Fragen Sie die Kinder, wie sie es bewerten würden, nach Fairness- oder anderen Kriterien. Die Schülerinnen haben es sicher selber bemerkt, und das wirkt!

 

Praktische und weiterführende Hinweise

So können Sie Gruppen bilden

Zweiergruppen

Verteilen Sie Gegenstände, bei denen immer zwei zwingend zueinander passen (Jasskarten, Zahlen auf Zetteln, zerschnittene Bildchen usw.)

Dreiergruppen

Lassen Sie einen Drittel der Klasse ihre beiden Finken in einen Korb geben. Alle andern dürfen dann einen Finken aus dem Korb ziehen. Ursprüngliche Besitzer und die beiden, welche je einen gezogen haben, bilden zusammen eine Dreiergruppe.

 

Viele weitere Gruppenbildungsanlagen finden Sie im TZT-Basisbuch „Menschlich Lernen“ im Kapitel „Wer mit wem?“

 

So können Sie Szenen besprechen

Nach gespielten Szenen können Sie dem Publikum eine Frage stellen. Die Frage zielt auf die möglichst exakte Wahrnehmung der Verhaltensweisen der Schauspieler durch das Publikum. Beispielsweise in der Szene aus Türchen 11 könnte die Frage lauten: „WAS macht der Klassengeist als allererstes?“ Dabei geht es darum, erst mal das Verhalten des Klassengeistes wertfrei zu erfassen. Kriterien, wie „hat‘s gut gemacht – hat‘s schlecht gemacht“ sind hier zu vermeiden.

In einem weiteren Schritt (erst wenn alle Gruppen ihre Darbietung vollendet haben) können dann Alternativverhalten erwähnt und besprochen werden.

Siehe auch: Die Realisationen in ICH DU WIR Kommunikation